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Projektbericht
| Lernen im Container |
Essen 01.12.2005 |
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| Container als Übergangsimmobilie |
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| Einen Container aufstellen kann nahezu jeder. Die ganzheitliche Baulogistik geht weiter. Hier werden die Container in ein Gesamtkonzept eingepasst. Das spart Kosten und Ärger. Aktuelles Beispiel ist das städtische Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung Leverkusen. Stichwort: Übergangsimmobilie.Es regnet durch das Dach hinein, die sanitären Anlagen sind in einem desolaten Zustand und die Bausubstanz ist marode. "Ganz zu schweigen davon, dass die Klassenräume nicht mehr im Mindesten modernen Anforderungen entsprachen", erzählt Werner Peters, Schulleiter am städtischen Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Leverkusen. Die Gebäude mussten saniert werden.Um Unterrichtsausfall zu vermeiden, beschloss die Stadt Leverkusen, Schüler und Lehrer für die Dauer der Baumaßnahmen in Containeranlagen unterzubringen. "Die Anforderungen an eine Containeranlage als Schulersatzraum sind ausgesprochen hoch", weiß Alexandra Grünig als zuständige Projektleiterin bei Streif Baulogistik, Niederlassung Essen. Neben den behördlichen Anforderungen, die in den Schulbaurichtlinien festgelegt sind, gilt es, eine Menge mehr zu beachten: Lautsprecher- und Alarmanlage, zwei voneinander getrennte EDV-Netze für Verwaltung und Schüler sind aus dem modernen Schulbetrieb ebenso wenig wegzudenken wie Parkplätze für die Lehrer.1.600 Schüler mussten an zwei Standorten untergebracht werden. Zu diesem Zweck wurden zweigeschossige Anlagen mit 68 und 74 Containern aufgebaut, nachdem Streif Baulogistik binnen kürzester Zeit die Fundamente hergestellt hatte, um die schlechten Bodenverhältnisse und einen Höhenunterschied um mehr als einen Meter auszugleichen. "Das hat nichts mehr mit Bauwagenromantik zu tun", sagt Grünig. Vielmehr sei hier ein durchdachtes Gesamtkonzept unabdingbar gewesen, bei dem von Anfang an alle Beteiligten in die Planung einbezogen werden.Das Ergebnis kann sich sehen lassen. "Das war top!" ist auch Schulleiter Peters begeistert: "Wir sind überrascht gewesen." Vor allem auch deshalb, weil dank aufwändiger Planung Unterrichtsausfall nahezu vollständig vermieden werden konnte. "Ein gutes Beispiel dafür, wie Übergangsimmobilien eingesetzt werden können, um sich Ärger und Geld zu sparen - wenn man es richtig plant", unterstreicht Thorsten Wiesendorfer, Geschäftsführer bei Streif Baulogistik, Essen. Dabei ist das Wort von der Übergangsimmobilie relativ. Im Beispiel Leverkusen ist davon auszugehen, dass ganze Schülergenerationen sich in den Containeranlagen wohl fühlen werden. |
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